Antwort der Landesregierung auf die Anfrage zum miesen Verhalten einiger KiGa / Kitas, welche Kinder mit Diabetes abweisen oder -schlimmer- nach Eintritt der Erkrankung den Zutritt verweigern!
Aw15_0679.pdf
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Hier ist die in oben stehender Antwort angesprochene Gesundheitsverordnung
AVO-Gesundheit.pdf
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Anfrage an den Landtag - Betreuung von Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 in KiGa und KiTa

 

Auszüge aus dem eMail-Schriftwechsel

 


Gesendet: Mittwoch, 20 November 2013 um 16:03:58 Uhr
Von: "Schimmelpfennig, Marc" <M.Schimmelpfennig@landtag-saar.de>
An: "diabetes1kontakt@web.de" <diabetes1kontakt@web.de>
Betreff: AW: WG: Hilferuf/ Anhörung v. 19.06.2013 Insulinpumpen für Kinder Hallo Herr Weigt,

unter dem nachstehenden link finden Sie die aktuell eingegangene Antwort der Landesregierung auf unsere Anfrage, die ich bereits erwähnt hatte. Für weitere Anregungen bin ich Ihnen dankbar.

Mit besten Grüßen
Marc Schimmelpfennig


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von:  M.Schimmelpfennig@landtag-saar.de // 04.07.2013

 

Sehr geehrter Herr Weigt,

am heutigen Tag fand die Ausschusssitzung statt, über die ich Ihnen bereits berichtet hatte . Die Informationen der Landesregierung, die im Wesentlichen auf die Verordnung zur Gesundheits-förderung und Gesundheitsvorsorge in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege (Gesundheitsvorsorge-VO) und dort insbesondere auf § 4 verwies, waren für uns nicht ausreichend. Wir werden hier daher noch eine schriftliche parlamentarische Anfrage zur Situation formulieren.

Was den konkreten von Ihnen geschilderten Fall anbelangt, würde ich Ihnen empfehlen, Ihre E-Mail/Mitteilung auch den Ministerien für Bildung, Kultur und Medien sowie Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zuzuleiten.

Mit freundlichen Grüßen
Marc Schimmelpfennig

 

(Partei Die Linke - Red. Anmerkung)

 

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Von: diabetes1kontakt@web.de [mailto:diabetes1kontakt@web.de<diabetes1kontakt@web.de>]
Gesendet: Mittwoch, 26. Juni 2013 10:20
An: Scharf, Hermann-Josef (CDU); Heib, Dagmar (CDU)
Cc: Schmidt, Volker (SPD); Pia Doering (SPD); Peter Dr., Simone (Grüne); Schimmelpfennig, Marc (Die Linke)
Betreff: Hilferuf/ Anhörung v. 19.06.2013 Insulinpumpen für Kinder

 

 

Sehr geehrte Frau Heib, sehr geehrter Herr Scharf, sehr geehrter Herr Hans,

in unserem Gespräch nach der o.g. Anhörung hatten Sie mir angeboten, in Problemfällen auf Sie zukommen zu dürfen. Dafür und für die Chance der Diabetes-Kinder durch die Anhörung eine bessere Versorgung zu erhalten, danken wir dem gesamten Ausschuss nochmals herzlich. Es war deutlich zu spüren, dass Sie unsere Diabetes-Kids nicht im Stich lassen werden.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich so rasch auf Ihr Hilfe-Angebot zurückgreifen muss. Heute morgen habe ich jedoch von die Ablehnung der weiteren Betreuung eines Kindes in einer KiTa erfahren. Entgegen mehrerer ähnlich gelagerter Fälle ist es hier nicht gelungen, die Verantwortlichen der KiTa umzustimmen. Als Elterninitiative sind wir der Auffassung, dass deshalb hier ein unhaltbares Gebaren der KiTa vorliegt, welches der dringenden Korrektur bedarf.

Jedenfalls stellen wir uns die Inklusion behinderter Kinder in städtischen Einrichtungen im Saarland im Jahre 2013 so nicht vor.

Daten:

Kind: A.B., 4 Jahre alt, seit Januar 2013 an Diabetes mellitus Typ1 erkrankt, mit Insulinpumpe versorgt
Mutter: M.D., ganztags berufstätig, alleinerziehend. Städtische KiTa, Anemonenweg, 66539 Neunkirchen-Wellesweiler Diabetologische Betreuung in Marienhausklinik St. Josef Kohlhof, Neunkirchen

Sachverhalt:

A. wurde in der KiTa bereits vor Eintritt seiner Erkrankung betreut. Danach erfolgte eine Diabetes-Schulung in der KiTa durch die Diabetesberaterin aus o.g. Klinik. A. durfte zur kiTa kommen und wurde von den ErzieherInnen beim Blutzuckermessen und der Insulinabgabe über die Insulinpumpe unterstützt.

Ein neuer Mitarbeiter der KiTa (Sozialarbeiter?) wies die KiTA-Leiterin kürzlich wohl auf die angeblich ungeklärte Haftungsfrage bei der Abgabe von Medikamenten durch ErzieherInnen bei den zu betreuenden Kindern hin.

Als die Mutter A. am 24.06.13 zur KiTa brachte, wurde sie mit der vorgenannten Argumentation abgewiesen. Man teilte ihr mit, dass man nicht mehr bereit sei, A. weiterhin Insulin über die Pumpe zu verabreichen.
Ein Vermittlungsgespräch über die Diabetesberaterin ist gescheitert. Ein Sozialdienst (im Rahmen häuslicher Krankenpflege über die Krankenversicherung) konnte so kurzfristig nicht organisiert werden. Der Anspruch der Mutter auf Krankengeld bei Pflege eines erkrankten Kindes ist bereits ausgeschöpft. Dennoch muss sie zurzeit ungeplant zu Hause bleiben, um sich um ihr Kind zu kümmern. Sie hatte dabei großes Glück, dass der Arbeitgeber dem für die Dauer einer Woche zugestimmt hat. Die Diabetesberaterin nimmt sich zudem dem Kind privat an!!!

Sehr geehrte Damen und Herren, Sie können sich sicher vorstellen, in welchen Schwierigkeiten -insbesondere auch hinsichtlich ihres Arbeitsplatzes- sich die Mutter nun befindet. Besonders A. versteht die Welt nicht mehr und ist sehr traurig, dass er nun nicht mehr mit seinen FreundInnen in der KiTA zusammen spielen darf.

Eine Integrationshilfe wurde bereits im Januar 2013 beim Landesamt für Soziales u. Versorgung beantragt. Bis heute hat die Mutter keine Mitteilung der Behörde erhalten.

Inzwischen ist A. Unterbringung wenigstens halbtags in einem KiGa in Spiesen ab nächster Woche gesichert und nach den Sommerferien wird er dort ganztags betreut werden. Übrigens: hätte A. keine Insulinpumpe, wäre dies auch dort mit hoher Wahrscheinlichkeit gescheitert.

Ich bitte Sie sehr, den Sachverhalt mit der Städtischen KiTa zu klären und für ggf. künftige Fälle (neben Diabetes haben Kinder ja auch andere chronische Erkrankungen, bei denen Medikamente verabreicht werden müssen, z.B. Asthma) eine andere Vorgehensweise zu erreichen.

Im Jahr 2010 haben wir über das Bildungsministerium eine Regelung für die allgemeinbildenden Schulen initiiert, die immerhin 2012 dann zur Einführung kam. Zu Ihrer Information habe ich PDF-Dateien mit den Unterlagen beigefügt. Ggf. bietet sich eine Umsetzung auch in KiGas und KiTas an?

Sie sehen, wir betroffene Eltern haben neben der Sorge um die Genehmigung von Insulinpumpen noch viele weitere Schwierigkeiten für unsere Diabetes-Kids zu meistern. Ich danke Ihnen sehr, wenn Sie sich hier ebenfalls für uns einsetzen. Über eine kurze Info über das Ergebnis Ihrer Bemühungen, gerne auch telefonisch unter 0172/ 64261 55, würde ich mich sehr freuen.

Die betroffene Mutter ist nicht in unserem Verein organisiert. Wir setzen uns im Rahmen unserer gemeinnützigen Arbeit für sie ein.


Mit freundlichen Grüßen
Diabetes Netzwerk Saarland e.V.

Jürgen Peter Weigt
1. Vorsitzender

Wir sind die Elterninitiative für
Kinder und Jugendliche mit
Diabetes mellitus Typ 1


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